Eine SEO-Checkliste für einen Website-Relaunch deckt vier Phasen ab, und die Reihenfolge ist wichtiger als jede einzelne Aufgabe: Bestandsaufnahme vor dem Relaunch, Paritätsprüfung auf Staging, kritische Schritte am Launch-Tag und Überwachung danach. Vor dem Relaunch erfassen Sie alle URLs, Metadaten und das interne Linknetz. Auf Staging prüfen Sie URLs, Titel und Weiterleitungen, während die Umgebung auf noindex steht. Am Launch-Tag entfernen Sie das noindex, aktivieren die 301-Weiterleitungen und senden die Sitemap. Danach überwachen Sie 404 und indexierte Seiten. WPBuildAI liefert die Bestandsaufnahme und die Weiterleitungskarte, auf der die Checkliste aufbaut.
Vor dem Relaunch: Bestandsaufnahme
Die erste Phase ist das Fundament, und sie wird am häufigsten verkürzt. Erfassen Sie alle URLs aus Sitemap, internen Links und Search Console, dazu die Metadaten (Titel, Beschreibungen, Canonical-Tags) und das interne Linknetz, wie beim Ermitteln aller URLs. Diese Liste ist größer, als die meisten erwarten, denn eine Site hat mehr Adressen als Menüpunkte. Der Traffic ist zudem ungleich verteilt, wie die Ahrefs-Studie zeigt, also markieren Sie hier die wichtigen Seiten, die später Vorrang haben. Ohne diese Bestandsaufnahme baut jeder weitere Schritt auf Lücken auf.
Auf Staging: Parität prüfen
Auf Staging stellen Sie sicher, dass die neue Site die alten Signale trägt. Prüfen Sie, dass die URLs den geplanten Pfaden entsprechen, dass Titel und Überschriften übernommen wurden, dass die Canonical-Tags stimmen und dass die Weiterleitungen in einem Schritt auflösen, wie beim Prüfen der 301-Weiterleitungen. Wichtig: Staging muss auf noindex stehen, solange Sie bauen, gemäß Googles Anleitung zum Blockieren der Indexierung. Eine Prüfung auf Staging kostet einen Nachmittag und verhindert die Fehler, die nach dem Launch Wochen kosten.
Am Launch-Tag: die kritischen Schritte
Der Launch ist eine Abfolge sorgfältiger Schalter. Entfernen Sie das noindex von Staging, aktivieren Sie die Weiterleitungen, stellen Sie den DNS um, prüfen Sie den Live-Canonical und senden Sie die Sitemap erneut, wie in der Launch-Checkliste für eine Neugestaltung. Nutzen Sie dauerhafte 301-Weiterleitungen, damit der Umzug als endgültig gilt, gemäß Googles Dokumentation zu Weiterleitungen. Legen Sie den Launch in eine ruhige Zeit, nicht vor die Hauptsaison, und behalten Sie die Möglichkeit, zurückzurollen.
Nach dem Launch: überwachen
Der Launch ist der Beginn einer kurzen Setzphase, nicht das Ende. Google muss die neuen URLs neu crawlen und die Weiterleitungen verarbeiten, was Wochen dauert, und ein leichtes Schwanken der Rankings ist normal. Überwachen Sie zwei Zahlen in der Search Console: die 404-Fehler, die Sie beheben, sobald sie auftauchen, und die Zahl der indexierten Seiten, die sich zum alten Stand zurück bewegen sollte. Steigen die 404 und fallen die Impressionen dauerhaft, fehlt einer Gruppe von URLs eine Weiterleitung, was direkt auf eine Lücke in der Bestandsaufnahme zurückführt.
Die kompakte Relaunch-Checkliste
- Bestandsaufnahme: alle URLs, Metadaten, internes Linknetz erfassen.
- Weiterleitungskarte: jede geänderte URL in einem Schritt auf ihr Gegenstück.
- Staging mit noindex: URLs, Titel, Canonicals, Weiterleitungen prüfen.
- Launch: noindex entfernen, Weiterleitungen aktivieren, DNS umstellen, Sitemap senden.
- Überwachung: 404 und indexierte Seiten in der Search Console verfolgen.
- Nacharbeit: übersehene URLs nachträglich weiterleiten.
Der gefährlichste Fehler: das noindex
Ein Fehler verdient eine eigene Warnung, weil er am meisten Schaden anrichtet: mit dem noindex von Staging live zu gehen. Die Staging-Umgebung trägt das noindex zu Recht, damit sie nicht zu früh indexiert wird. Bleibt es beim Launch aktiv, liest Google es auf der Live-Site, nimmt alle Seiten aus dem Index, und der Traffic bricht schlagartig ein. Das Symptom sind Seiten, die als “durch noindex-Tag ausgeschlossen” erscheinen. Die Gegenmaßnahme ist ein expliziter Punkt auf der Checkliste: noindex am Launch-Tag entfernen und an einer Live-Seite prüfen.
Beispiel: ein Relaunch nach Checkliste
Nehmen wir eine Site mit 400 Seiten, die einen Relaunch plant. In der Bestandsaufnahme werden 400 Seiten plus 120 Archiv- und Schlagwort-URLs erfasst, davon 50 mit nennenswertem Traffic, die markiert werden. Auf Staging werden URLs, Titel und Weiterleitungen mit aktivem noindex geprüft. Am Launch-Tag wird das noindex entfernt, die 301 aktiviert, der DNS umgestellt und die Sitemap gesendet. In der Überwachung tauchen ein Dutzend 404 auf, die binnen eines Tages weitergeleitet werden, und die indexierten Seiten erholen sich. Der Relaunch verläuft ruhig, weil jede Phase abgearbeitet wurde, statt am Launch-Tag zu improvisieren, wie auch in von WordPress wechseln ohne SEO-Verlust beschrieben.
Häufige Fehler
- Die Bestandsaufnahme verkürzen, sodass die Weiterleitungskarte Lücken hat.
- Mit dem noindex von Staging live gehen und die Site deindexieren.
- Alte URLs auf die Startseite statt auf ihr Gegenstück leiten.
- Den Launch in die Hauptsaison legen.
- Den Launch als Ende sehen und die Search Console danach nicht verfolgen.
Das Wichtigste zum Schluss
Eine SEO-Checkliste für einen Website-Relaunch hat vier Phasen: Bestandsaufnahme, Staging-Prüfung, Launch-Tag und Überwachung. Die Reihenfolge ist fest, die Bestandsaufnahme kommt zuerst, weil alles darauf aufbaut. Bauen Sie die Weiterleitungskarte vorab, halten Sie Staging auf noindex, entfernen Sie es am Launch, aktivieren Sie die 301 und senden Sie die Sitemap, und überwachen Sie danach 404 und indexierte Seiten. Der gefährlichste Einzelfehler bleibt das Staging-noindex auf der Live-Site. WPBuildAI liefert die Bestandsaufnahme und die Weiterleitungskarte, auf der die Checkliste aufbaut. Senden Sie Ihre Website-URL für eine kostenlose Analyse.
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